Die Geschichte der Feuerwehr Langenlonsheim

Verheerende Feuersbrünste und Brandkatastrophen, die ganze Städte und Ansiedlungen in Schutt und Asche legten, waren in der früheren Zeit aufgrund hölzerner Fachwerkbauten, Strohdächern offenen Feuerstellen und der engen Bauweise keine Seltenheit. Mitunter kann in alten Gemeinderechnungen die Gewährung von Almosen für Menschen nachgelesen werden, deren Hab und Gut einem Brand zum Opfer fiel. Unterstützung oder eine Versicherung im heutigen Sinne gab es nicht. Landesherren erließen Feuerverordnungen, um letztendlich auch ihre Einkünfte zu sichern und zeigten Strenge bei fahrlässiger Brandstiftung. Die Befolgung war aber schleppend.

Der Umgang mit Feuer wurde auch in den Weistümern der Gemeinden (Grundsätze für das Zusammenleben der Menschen im Dorf) geregelt. Nach dem Langenlonsheimer Weistum von 1601 war es bei Strafe verboten, „mit brennenden Lichtern oder Wischen“ (z.B. Stroh) bei Tag oder Nacht ohne Laterne (Schutz) durch das Dorf zu gehen. Wer Kinder zum Feuerholen schickte, wurde ebenfalls heftig bestraft, wie derjenige, der Feuer unvorsichtig trug.

Im Laufe der Zeit erhielt jede Gemeinde ihre eigene Feuerschutzordnung, die jeden Einwohner verpflichtete, in seinem Hause einen ledernen Feuerlöscheimer bereitzuhalten, und bei Löscharbeiten zu helfen. Die Angehörigen der verschiedenen Zünfte hatten besondere Aufgaben zu erfüllen. So mussten im Brandfall die Winzer und Küfer große Bütten bereitstellen, die Fuhrleute mit ihren Pferden und Ladefässern Löschwasser heranfahren und die Bauhandwerker die eigentlichen Löscharbeiten übernehmen. Alle übrigen Männer, notfalls auch Frauen, mussten mit den Feuerlöscheimern eine Kette bilden, um das Wasser aus den Bütten direkt an den Brandherd zu befördern. Diese Art der Wasserbeförderung war sehr zeitraubend und mühsam.

Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen brannte Langenlonsheim im Laufe des 16. Jahrhunderts zweimal ab. Das erste Mal im Bayrischen Erbfolgekrieg (1503-1507) verwüstete Landgraf Wilhelm von Hessen von seinem Lager in der Nähe von Planig aus die zur Kurpfalz gehörenden Dörfer, unter anderem auch Langenlonsheim. In einem Bericht des Abtes Trithemius vom Kloster Sponheim ist vermerkt, dass das Dorf mit samt seiner Kirche untergegangen, die Saat zertreten und verbrannt seien. Die zweite Brandkatastrophe ereignete sich am 21. Juli 1540. Langenlonsheim brannte bis auf ein Haus nieder. Acht Menschen verloren dabei ihr Leben und viele ihr gesamtes Hab und Gut. Beim Wiederaufbau des Dorfes sorgte man dann für einen besseren Brandschutz. Die Häuser mussten mit Brandgiebeln versehen sein und es wurden Brandweiher an folgenden Stellen angelegt: am unteren Ende des Holzwegs (heute Waldstraße), in der Schulgass (heute Hintergasse) und am Krotenpfuhl (entlang der Bahnlinie). Außerdem gab es einen Brandweiher auf dem Gelände des heutigen ev. Kindergartens, der später von der Kirchengemeinde übernommen und gepflegt wurde.

Nach 1815 wurde durch die preußische Regierung das Feuerlöschwesen wesentlich verbessert. Man legte Wert auf Steinhäuser mit Ziegeldächern, gute, feste Schornsteine und ordentlichen Brennstellen. Außerdem wurden von Seiten der Gemeinde erstmals spezielle Geräte zur Brandbekämpfung angeschafft. So war 1795 im Spritzenhaus am Rathaus folgender Bestand untergebracht: 1 Feuerspritze, 2 Feuerleitern, 2 Feuerhaken. Alle übrigen Gerätschaften waren zu diesem Zeitpunkt dem Krieg zum Opfer gefallen. Langenlonsheim verfügte auch, nach einem Schreiben des Schöffen Hess an Bürgermeister Vogt vom 6. Januar 1820, über acht von der Gemeinde unterhaltene Hauptbrunnen. Zur Verbesserung des Brandschutzes erließ 1836 Landrat Ludwig Philipp Hout (1818-1846) die „Verordnung zur Verhütung von Feuergefahr und Löschung des Feuers für den Kreis Kreuznach“. In den Gemeinden wurden Zwangs- bzw. Pflichtfeuerwehren eingerichtet. Jeder Bürger musste nun ob mit Löscheimer oder mit Werkzeug oder anderem Löschgerät im Brandfall anpacken. „Widerspenstige setzen sich nicht nur augenblicklicher Verhaftung, sondern auch nachdrücklicher Bestrafung aus. Wer einen guten Vorschlag weis, hat solchen dem Befehlshaber mit Bescheidenheit vorzutragen.“ Kinder mussten im Falle des Brandes zu Hause bleiben. Diese Verordnung schuf für den damaligen, noch jungen Landkreis eine einheitliche Ordnung.
Am 20. Juni 1900 hatte der Gemeinderat entsprechend der Feuerordnung für den Regierungsbezirk Koblenz 79 Männer für den Feuerwehrdienst bestimmt. Am gleichen Tag fiel die Entscheidung zum Bau der Wasserleitung, die die Löscharbeiten durch das schnellere Heranbringen des Wassers stark erleichterte.

Durch das Feuerwehrgesetz vom 31. Dezember 1904 und die Oberpräsidialverordnung vom 30. November 1906 wurde das rheinpreußische Feuerlöschwesen auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

Auf Anregung von Bürgermeister Ludwig Braun gründeten am 5.Juli 1902
35 Männer aus den Reihen des Turnvereins unsere heutige Freiwillige Feuerwehr. Geleitet wurde sie von Bürgermeister und Oberführer Braun und dem Kaufmann Schäfer. Ein Hydrantenwagen, Feuerspritze, Hakenleitern, eine Schiebeleiter sowie Uniformen und sonstige Ausrüstung wurden durch Spendengelder finanziert und beschafft. Für den Ernstfall übten die Männer regelmäßig am Sonntagmorgen im alten Turngarten und legten dabei ziemlich strenge Maßstäbe an. Es wurde eine Steigermannschaft von 12 Mann zusammengestellt, die von dem Steigerführer Seckler geleitet und ausgebildet wurde. Diese sollte im Brandfall die Leitern vornehmen und eingeschlossene Personen aus den oberen Stockwerken befreien. Die Wehr wurde durch zwei Feuerläufer in Alarmbereitschaft versetzt. Wenn dann das Feuerhorn durch die Gassen ertönte und die Feuerglocke läutete, begab sich die Ordnungsmannschaft sofort zum Brandherd und sperrte das Gelände ab. Hydranten- und Steigermannschaft versammelten sich am Spritzenhaus im Gensinger Weg und rückten dann gemeinsam zur Brandbekämpfung aus.

Gründungsmitglieder:
Reinhold Schäfer; W. Graf; Karl Pies; Heinrich Schmitt I.; Jakob Baehr; Karl Keim; Ed. Wechler; Karl Mörsch; Jacob Graf; Franz Pies; E. Natt; Joseph Zimmermann; Peter Schaefer; Valentin Rosskopf; Louis Seckler; Jakob Neuhäu; Wilhelm Brendel; Johann Holländer; Jakob Karsch; Heinz Stiehl; Fritz Hermes; S. Heymann; S. Hirschberger; Zimmerermeister Stollwerk; Stern Wilhelm; Pohl Jakob; Wilhelm Weidmann; Peter Lips; Philipp Heß; J. B. Kunius; Karl Mayer; Wilhelm Fuchs; Johann Bähr; K. Klosheim;

Zum ersten Mal mussten die Langenlonsheimer Wehrmänner im November 1902 beim Brand am Hause Merz in der Hintergasse ihr Können unter Beweis stellen. Im Jahre 1903 hatte die Wehr eine Mannschaftsstärke von 40 Mann erreicht. Da der Andrang neuer Mitglieder so stark wurde, durften nur Mitglieder des Turnvereins zur Feuerwehr, die von dessen Vorstand ausgewählt wurden.

Mit Beschluss vom 21. September 1907 löste sich die Feuerwehr vom Turnverein und wurde selbständig. Am 13. August 1911 wurde zum 1. Kreisfeuerwehrtag in unserem Heimatdorf eingeladen. Ein Jahr später erhielt die Wehr ihre erste Drehleiter (Anhängeleiter).
Von den Jahren 1914-1918 und der Zeit kurz vor und kurz nach dem Ersten Weltkrieg bleibt uns nur wenig zu berichten, da aus dieser Zeit sämtliche Unterlagen fehlen. Nach dem 1. Weltkrieg fiel es sehr schwer, wieder einen einsatzfreudigen Löschzug aufzubauen. Zu erwähnen ist hier noch der Großbrand im Jahre 1928 zwischen Hintergasse und Hauptstraße, bei dem etliche Scheunen den Flammen zum Opfer fielen.

Gerätehaus in der Heddesheimer Straße (1932-1975)

1932 feierte die Wehr ihr 30jähriges Stiftungsfest, verbunden mit dem Kreisfeuerwehrverbandstag. Ein Festzug ging durch die Straßen Langenlonsheims, und an der neuen Schule wurde gefeiert. Der damalige Gemeindevorsteher E. L. Pies konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen und zeichnete 8 Wehrmänner für ihre Verdienste mit dem preußischen Feuerwehrehrenabzeichen aus. Im gleichen Jahr konnte das neue Feuerwehrgerätehaus in der Heddesheimer Straße bezogen werden, da das alte Spritzenhaus im Gensinger Weg inzwischen zu klein geworden war. Ein Großfeuer vernichtete die Scheune Tesch am Bahngelände in der heutigen Grolsheimer Straße.

Unter Hitlers Regierung wurden für die Feuerwehren auf Grund eines Reichsgesetzes von 1933 neue Ausbildungs- und Übungsvorschriften, die als Teil der Polizeiverordnung im ganzen Reich galten erlassen. In Auswirkung dessen wurden die Feuerwehren von Bretzenheim, Heddesheim, Laubenheim, Winzenheim und Langenlonsheim zur Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Langenlonsheim zusammengefasst. Man stellte zwei Normalzüge und drei Halblöschzüge mit einer gesamten Mannschaftsstärke von ca. 180 Mann auf. Jakob Haas aus Langenlonsheim führte die Wehren und wurde somit als erster Amtswehrführer eingesetzt. 1936 hielt die Motorisierung Einzug in die Langenlonsheim Wehr. Es wurde eine Motor betriebene Pumpe und ein als Löschfahrzeug umgebauter Personenwagen vom Typ Mercedes-Maybach als Löschfahrzeug angeschafft.
Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam es zu Personalproblemen. Der Brandschutz wurde von den älteren Männern, die in der Heimat zurückgeblieben waren, unterstützt durch die Hitlerjugend, sichergestellt. Außerdem wurde zwecks ausreichender Löschwasserversorgung je ein neuer Feuerlöschteich in der Schulstraße auf dem Gelände der heutigen Sparkasse Rhein-Nahe und am Bahngelände in Nähe des Bahnhofs angelegt. Schwerste Einsätze hatte die Feuerwehr während des Krieges zu leisten. Bei Bombenangriffen wurde die örtliche Wehr mehrmals in Langenlonsheim selbst wie auch in Bingerbrück, Bad Kreuznach und Trier bei Lösch- und Bergungsarbeiten eingesetzt. Diese Einsätze erforderten von den Feuerwehrmännern fast unmenschliche Leistungen, wobei sie oft Tage und Nächtelang im Einsatz waren. Im Jahre 1943 wurde die Langenlonsheimer Wehr weiter modernisiert und erhielt ein Löschfahrzeug mit einem Tragkraftspritzenanhänger. Nach dem Krieg kam die Wehr zum ersten Mal wieder 1948 bei dem Großbrand der Scheune Peitz in der Hauptstraße zum Einsatz. Da die Mannschaft überaltert und die Geräte in einem schlechten Zustand waren, sollte 1950 eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt werden. Dank einiger tatkräftiger Langenlonsheimer Bürger gelang es aber doch, wieder einen einsatzfähigen freiwilligen Löschzug aufzustellen. 33 Männer, an deren Spitze die Brandmeister Stern und Schmitt standen, waren bereit, den Brandschutz in Langenlonsheim sicherzustellen.

1952 war die Wehr dann schon wieder soweit auf den Beinen, dass ihre Wettkampfgruppe in Bretzenheim für ihren Sieg im Schnelligkeitswettbewerb den Wanderpokal des Amtes Langenlonsheim entgegennehmen konnte.

Am 9. und 10. Mai 1953 beging die Freiwillige Feuerwehr Langenlonsheim ihr 50-jähriges Bestehen, verbunden mit dem 3. Amtsfeuerwehrtag an der evangelischen Kirche. Es wurde eine große Schauübung aller Amtwehren vorgeführt, wobei die neu installierte Sirene das erste Mal ausgelöst wurde. Auch die neu gegründete Jugendfeuerwehr unter Leitung von Nikolaus Deutsch zeigte ihr Können. Sie wurde aber kurz darauf schon wieder aufgelöst.

Das Risiko der Brandgefahr erhöhte sich in den folgenden Jahren durch die steigende Einwohnerzahl und es entstanden zusätzliche Gefahrenquellen durch die neu angesiedelte Industrie. Deshalb wurde 1963 ein Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt, dass einen 2400 Liter fassenden Wassertank und eine 30 m Schnellangriffseinrichtung hatte. Das Mercedes-Benz Fahrzeug mit Ziegler Aufbau konnte noch im gleichen Jahr, bei einem Großbrand der Maschinenfabrik Marx im Industriegebiet, gute Dienste leisten. Die hölzerne Produktionshalle brannte völlig nieder, obwohl mit vereinten Kräften Löschwasser aus der Nahe herangepumpt wurde. Dieser Einsatz war besonders gefährlich, da auf Grund der großen Hitzeentwicklung einige Gasflaschen explodierten. Im darauf folgenden Jahr wurde noch ein Unfallhilfeleistungsfahrzeug auf Ford-Transit-Basis angeschafft, das für den Einsatz bei Verkehrsunfällen sowie Rettungs- und Bergungseinsätzen ausgestattet war.

1964 wurde noch ein Ford-Transit als Kleinlöschfahrzeug mit einer feuerlöschtechnischen Ausrüstung in Dienst gestellt. Außerdem wurden im Laufe der Zeit alle drei Fahrzeuge mit Funkgeräten ausgestattet, für die Alarmierung weitere Sirenen installiert und Feuermeldeknöpfe in Langenlonsheim angebracht.

Im Oktober 1965 kam es zum Brand im Heizungskeller des ehemaligen Kinos in der Binger Straße. Hier brannten die Heizölvorräte in einem Raum unter der Bühne des ehemaligen Saales Freisem. Nur durch ein rasches Eingreifen der Wehr mit ihrem neuen Schaumgerät konnte Schlimmeres vermieden werden. Im Januar 1966 war Brandstiftung die Ursache, als die Scheune des Anwesens Triquart in der Rothenberger Straße nieder brannte und einige Schweine und Hühner den Tod fanden. Im Juli konnte die Wehr nur mit Hilfe der Bad Kreuznacher Drehleiter den schweren Brand im Hause des ehemaligen Weinguts Schwarz in der Binger Straße unter Kontrolle bringen. Im gleichen Jahr kam es zum Wechsel in der Führungsspitze der Langenlonsheimer Feuerwehreinheit. Heinrich Stern wurde zum Oberbrandmeister befördert, trat dann die Nachfolge von Karl Hiller als neuer Amtsbrandinspektor an und übernahm somit die Leitung der Feuerwehren des Amtes Langenlonsheim. Als neuer örtlicher Wehrführer wurde Brandmeister Kurt Enk in sein Amt eingeführt, der nun mit seinem Stellvertreter, Löschmeister Hans-Rudolf Hermes, das Kommando der Langenlonsheimer Wehr übernahm. Die gute Ausbildung wurde 1967 dadurch gezeigt, dass die damalige Wettkampfgruppe auf dem Amtsfeuerwehrtag in Windesheim für den besten gezeigten Schnelligkeitswettbewerb ein weiteres Mal, wie schon 1952, den Wanderpokal des Amtes Langenlonsheim entgegennehmen und sich auch bei verschiedenen Kreisfeuerwehrwettkämpfen gut platzierten konnte.

Im August 1972 war überlaufendes und sich entzündendes Fett aus einer Friteuse der Auslöser für den schweren Brand der Gaststätte Bilen, ehemaliger Bahnhof Kloningersmühle, heute unter dem Namen Dorfschänke bekannt. In den fast vollkommen mit Holz ausgekleideten Gasträumen fanden die Flammen sofort reichlich Nahrung. Zu allem Übel wurde in der Sirene auf dem brennenden Gebäude ein Kurzschluss verursacht, was die Alarmierung verzögerte. Das Gebäude brannte völlig aus.“

Im September 1973 bei dem Großfeuer des Saales Jöst in der Binger Straße gab es Großalarm. Sofort wurden die Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde und die Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach zu Hilfe gerufen. Insgesamt 60 Feuerwehrmänner mit mehr als zehn eingesetzten Strahlrohren, der Bad Kreuznacher Drehleiter und Tanklöschfahrzeugen, kämpften gegen die zehn Meter hoch aus dem Dachgeschoß schlagenden Flammen und schützten gleichzeitig angrenzende Gebäude gegen ein Übergreifen des Feuers. Für den Saal selbst kam jegliche Löschhilfe zu spät und es entstand ein Brandschaden in Höhe von 300 000 DM.

Im Zuge der Verwaltungsreform in den Jahren 1969/1970 gab es auch einige Änderungen für die Amtsfeuerwehr Langenlonsheim. So wurden die Freiwilligen Feuerwehren Winzenheim und Waldlaubersheim zu den Wehren Bad Kreuznach bzw. Stromberg ausgegliedert und an deren Stelle die Feuerwehren Rümmelsheim und Dorsheim in die Amtswehr übernommen. Nach Inkrafttreten der neuen Gemeindeverordnung für Rheinland-Pfalz am 17. März 1974 ging das gesamte Brandschutzwesen von den einzelnen Ortsgemeindeverwaltungen in die Verwaltung der zusammen mit Verbandsgemeinde (VG) über. So wurde aus der „Amtsfeuerwehr“ die heutige „Verbandsgemeindefeuerwehr“. Fast zur gleichen Zeit wurden in ganz Rheinland-Pfalz schwerpunktmäßig Stützpunktfeuerwehren zusammengestellt. Diese Wehren, die mit Spezialfahrzeugen und -geräten ausgerüstet wurden, sollten diese im Bedarfsfall schnell an den jeweiligen Einsatzort bringen und den Ortsfeuerwehren einsetzen. Die zentrale Lage, rasante lndustrieansiedlung und die höchste Einwohnerzahl innerhalb der Verbandsgemeinde waren ausschlaggebend dafür, dass man die Langenlonsheimer Wehr zur Stützpunktfeuerwehr ernannte. Somit wuchs das Aufgabengebiet der Feuerwehr weiter, zumal der Brandschutzdienst dem Katastrophenschutz unterstellt wurde und dadurch das Aufgabengebiet der Feuerwehr nicht mehr speziell auf die Brandbekämpfung beschränkt blieb, sondern auch auf die Bereiche technische Hilfe, Chemieschutz, Strahlenschutz und Gewässerschutz nach dem Motto „Retten – Löschen – Schützen - Bergen“ ausgedehnt wurde.

Im Laufe der Zeit war auch das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Langenlonsheim in der Heddesheimer Straße den Umständen entsprechend unzureichend und außerdem baufällig geworden. Eine neue Unterkunft musste gefunden werden. Die VG entschloss sich daher zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. In Fertigbauweise wurde die neue Unterkunft in der Beethovenstraße, Ecke „An der Pforte“, errichtet. Vorhanden waren Unterstellplätze für die Einsatzfahrzeuge eine Fahrzeugwaschhalle, Aufenthaltsraum, eine kleine Küche, Dienstzimmer, Schlauchtrocken- und -pflegeraum, Werkstatt, Duschraum und sanitären Einrichtungen. Das damals sehr moderne Gerätehaus wurde im November 1975 von Bürgermeister Paul Ernst Zischke seiner Bestimmung übergeben.

Im August 1976 entstand bei einem Großbrand in der Firma Klug im Industriegebiet ein Millionenschaden. Neben den Wehren der Verbandsgemeinde wurden die Feuerwehren Bad Kreuznach, Rüdesheim, Bad Münster a. Stein/Ebernburg, Gensingen und die Werksfeuerwehr der Firma Bretz aus Gensingen zur Verstärkung angefordert. Von einem in der Nähe gelegenen Fischteich und aus der Nahe musste Löschwasser zur Brandstelle gefördert werden, da das Feuer zwischenzeitlich mit über 15 000 Liter Wasser pro Minute bekämpft wurde. Im gleichen Jahr trat Hans Corell die Nachfolge des aus Altersgründen scheidenden Wehrleiters Heinrich Stern an, der insgesamt 40 Jahre als Wehrführer (Ortsebene) und später Wehrleiter (VG-Ebene) im Dienst der Allgemeinheit stand. Außerdem stellten die Langenlonsheimer Wehrführer Kurt Enk und sein Stellvertreter Hans-Rudolf Hermes ihre Ämter Alois Trenz und seinem Stellvertreter Heinz Neu zur Verfügung.

Im Jahr 1977 konnte die Langenlonsheimer Feuerwehr auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken, dass zusammen mit dem Verbandsgemeindefeuerwehrtag gebührend gefeiert wurde. Neben den üblichen Feierlichkeiten probten die Wehren der Verbandsgemeinde zusammen mit den Bad Kreuznacher Kameraden den Ernstfall bei der Firma Kirsten im Industriegebiet.

In den folgenden Jahren gab es erfreulicherweise Anschaffungen, die sich teilweise noch heute im Dienst befinden. So wurde 1978 von Bürgermeister Zischke die Anhängeleiter AL 16/4 mit einer Steighöhe von 16 m übergeben und die ersten zehn Handsprechfunkgeräte angeschafft, die die Kommunikation während der Einsätze stark erleichterten. Im darauf folgenden Jahr kaufte sich die Wehr ein aus eigenen Mitteln finanziertes Mannschaftstransportfahrzeug. Außerdem wurde das bei Hochwassereinsätzen und Personensuchen eingesetzte Rettungsboot RTB 2, mit einem 25 PS starken Außenbordmotor, in Dienst gestellt.

Beim Papstbesuch 1980 in Mainz-Finthen half die Feuerwehr Langenlonsheim den dortigen Kameraden bei der Absicherung des Großereignisses. Zu diesem Anlass bekamen die Wehrmänner neue Nässeschutzjacken, die später so genannten „Papstjacken“. Um alle Mitglieder der Wehr mit der neuen Kleidung auszurüsten, musste Bürgermeister Zischke Spenden ortsansässiger Firmen sammeln. Schon damals war die Haushaltslage der Verbandsgemeinde recht angespannt. Das Hochwasser im Landkreis Bad Kreuznach Ende Dezember 1981hielt dann alle Feuerwehren über Sylvester für mehrere Tage rund um die Uhr in Atem.

Im Jahr 1981 entstand am Tag der Übergabe des neuen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF 16) an die Feuerwehr Langenlonsheim eine groteske Situation: die Rumpf-Mühle in Gensingen brannte und die Wehr vom „anderen Nahe-Ufer“ wurde nicht zur Hilfe gerufen. Erst am 05.08.1984 fand die erste gemeinsame Übung mit der Feuerwehr Gensingen unter der Leitung des Langenlonsheimer Wehrführers Hermes und des Gensinger Wehrführers Beuscher statt. Seit dem wurde die Zusammenarbeit so weit verbessert, dass schon Überlegungen angestellt wurden, eine gemeinsame Drehleiter anzuschaffen. Rudolf Hermes wurde Wehrführer.

Der Besuch von Mildred Scheel, der Ehegattin des Bundespräsidenten Walter Scheel (1974-1979), wurde 1982 zum Anlass genommen ihr und Werner Völklinghaus einen Gedenkstein am Gerätehaus zu setzen. Sie war im Auftrag der Krebshilfe, für dies sich auch Werner Völklinghaus sehr engagierte, nach Langenlonsheim gekommen, um der Pflanzung der „Mildred-Scheel-Linde“ am 15. Mai beizuwohnen. Außerdem wurde unser jetziges Tragkraftspritzenfahrzeug in Dienst gestellt.

1983 wurde, nach dem plötzlichen Tot von Wehrleiter Hans Correll, Hans-Rudolf Hermes zum neuen Wehrleiter ernannt. Ihm standen Karl Ingenbrand (Bretzenheim) und Herman Lamoth (Rümmelsheim) als Stellvertreter zu Seite. Am 20. März kam es zum Brand der Ölmühle in Odernheim. 150 Feuerwehrmänner aus dem gesamten Kreisgebiet kämpften gegen die Flammen, unter ihnen auch Langenlonsheimer Kameraden. Am Kreisfeuerwehrtag in Bad Sobernheim begleitete die Langenlonsheimer den Festumzug und zeigten gemeinsam mit der Feuerwehr Rüdesheim den Einsatzablauf bei einem Verkehrsunfall.

1986 wurde der Stützpunkt Langenlonsheim erstmals Austragungsort für einen Feuerwehr– Kreislehrgang „Truppmann“ mit den Ausbildern Werner Eierdanz (Kreisfeuerwehrinspektor), Rudolf Hermes und Hans-Willi Ahles. Seitdem finden jährlich verschiedene Lehrgänge auf Kreisebene im Gerätehaus Langenlonsheim statt.

Im Jahre 1987 waren drei Großbände zu verzeichnen, die unsere Mithilfe erforderten: Die Scheune Schömenauer in der Naheweinstraße, eine Scheune in Dorsheim sowie die Firma Boots-Hille in Schweppenhausen. Außerdem musste die Langenlonsheimer Wehr zu zahlreichen Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen ausrücken. Am Feuerwehrfest wurden Hans-Rudolf Hermes und Herbert Denk für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr Langenlonsheim mit dem Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen geehrt.

1988 nahm die Feuerwehr Langenlonsheim an der Großübung des Landkreises Bad Kreuznach auf dem Werksgelände der Firma Michelin in Bad Kreuznach teil. Der Grundstein für die heutige Brandschutzerziehung wurde 1989 mit einem Besuch der Langenlonsheimer Kindergärten im Feuerwehrhaus gelegt.

Anfang 1990 fegte Sturm „Wiebke“ über ganz Deutschland und bescherte auch uns einige Einsätze. Über 2 Tage waren rund um die Uhr Schäden zu beseitigen. Leider musste die Wehr in diesem Jahr auch zu einem tragischen Unglücksfall ausrücken. Ein Kind ertrank beim Spielen am Naheufer. Wir konnten mit der Tauchsportgruppe aus Bad Kreuznach und unserem Boot nur noch die Leiche des Kindes bergen. Am Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag in Laubenheim demonstrierte die Langenlonsheimer Feuerwehr das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall. Karl-Heinz Klumb trat als stellvertretender Wehrführer aus beruflichen und zeitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wurde Frank Brendel.

Im Sommer 1991 kam es zu einem Großbrand auf der Kreismülldeponie im Langenlonsheimer Wald, bei dem über 5 Tage lang in Spitzenzeiten bis zu 250 Mann gleichzeitig im Einsatz waren. Am Feuerwehrfest im Mai konnte Bürgermeister Josef Schmidt der Wehr als Ersatz für den ausgemusterten Mannschaftstransportwagen einen neuen Einsatzleitwagen übergeben.

Im September 1991 kam es erneut zu einem Großbrand bei der Firma Klug im Industriegebiet. Die Löscharbeiten dauerten über 8 Stunden und erforderten den Einsatz von 150 Feuerwehrleuten. Im Laufe des Jahres kam es noch zu einem Gefahrguteinsatz im alten Kino (ehemaliger Saal Gasthaus Freisem) neben der heutigen Volksbank.

1992 ereignete sich ein Großbrand in Dorsheim, bei dem Wohn- und Scheunengebäude nieder brannten. Anlässlich des 25jährigen Bestehens des Ortsvereinsringes demonstrierte die Langenlonsheimer Feuerwehr verschiedene Gefahrensituationen im Haushalt, wie Fettexplosionen und das Explodieren von Spraydosen. Hans-Rudolf Hermes legte das Amt des Wehrführers nieder. Sein Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Frank Brendel, dessen Nachfolge Thomas Kappes antrat. Klaus Deutsch erhielt das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 35 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Die erste gemeinsame Bootsübung mit der Feuerwehr Zeltingen fand an der Mosel statt. Die Brandschutzerziehung in den Kindergärten wurde von Wolfgang Closheim zu einer dauerhaften Einrichtung gemacht. Albert Schall aus Guldental übernahm das Bürgermeisteramt von Josef Schmitt und Gisela Reiber trat als erste Frau in die Langenlonsheimer Feuerwehr ein.

Ein erneuter Großbrand auf der Mülldeponie im Langenlonsheimer Wald hielt 1993 über 200 Feuerwehrleute in Atem. Am Kreisfeuerwehrtag in Kirn zeigten die Wehren der VG Langenlonsheim zusammen eine Leiterpyramide. Ein herausragendes Ereignis war am 15. Februar die Gründung der Jugendfeuerwehr Langenlonsheim mit 26 Mädchen und Jungen. Die Betreuung und Ausbildung übernahmen die Jugendwarte Rainer Dhonau und Günter Ottinger. Ihr erstes großes Ereignis war das Kreiszeltlager in Bad Münster am Stein – Ebernburg. Auch die Jugendfeuerwehren Guldenbachtal und Trollbachtal wurden an diesem Tag gegründet. Zu einem Großeinsatz im Kreisgebiet kam es für unsere Wehr aufgrund von Schneeschmelze und anhaltenden Regenfällen. Die Nahe trat so weit über die Ufer, dass der halbe Landkreis „Land unter meldete“. Mit Rettungsboot und Pumpen waren die Wehrleute aus Langenlonsheim eine Woche, im Bereich von Kirn bis Bad Kreuznach, im Einsatz. Selbst an Heilig Abend waren die Kameraden im Dienst.“

1994 wurde der Rüstwagen RW1 in Dienst gestellt, der bei den vielen Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen in diesem Jahr oft zum Einsatz kam. Hans Closheim und Clemens Honrath wurde das silberne Ehrenzeichen verliehen. Außerdem wurde der Förderverein „Freunde der Feuerwehr Langenlonsheim e.V.“ gegründet, dessen erste Vorsitzende Frank Brendel und Günter Ottinger waren. Weitere Funktionen hatten Rolf Dupont, Rainer Dhonau, Gisela Reiber, Wolfgang Closheim, Herbert Denk, Heinz Korrell und Thomas Kappes inne.

Ein erneutes Hochwasser führte 1995, wie schon 1993, zu einem Dauereinsatz. Das blieb aber nicht der einzige, denn auch die Mülldeponie brannte erneut und konnte erst durch den massiven Einsatz von 120 Feuerwehrleuten gelöscht werden. Und noch ein dritter, diesmal planbarer Dauereinsatz fand statt. Das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr wurde mit ca. 450 Teilnehmern auf dem Hauptschulgelände in Langenlonsheim durchgeführt, wobei die Langenlonsheimer Wehr bei der Organisation und Verpflegung half. Neue Jugendwarte wurden Wolfgang Closheim und Gisela Reiber. Gisela Reiber wurde 1996 die erste stellvertretende Wehrführerin in der Feuerwehr Langenlonsheim und löste damit Thomas Kappes ab. Auch auf Kreisebene fand ein Wechsel statt. Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Eierdanz wurde von den Hans Peter Lipps und Werner Hofmann abgelöst. Im gleichen Jahr führte die Feuerwehr Langenlonsheim die Notfallseelsorge ein. Die Pfarrer Jörg Mehrer (kath. Kirchengemeinde) und Hermann und Ute Bock (ev. Kirchengemeinde) erklärten sich spontan bereit bei Bedarf zu Verfügung zu stehen.

Anfang 1997 brannte der Reiterhof Wohlfahrt in Bretzenheim. Leider gelang es den 170 Wehrleuten nicht, alle Tiere aus den Flammen zu retten. Es entstand ein Sachschaden von einer Million Mark. Im Stützpunkt fand die Einweihung der Atemschutzwerkstatt statt, die von den Atemschutzgerätewarten Wolfgang Closheim und Oliver Söcknik betreut wurde. Bedauerlicherweise gab es in diesem Jahr auch einen Einbruch in das Gerätehaus. Dabei wurden Geräte, eine Reanimationspuppe und ein Computer im Wert von etwa 10 000 Mark entwendet. Am VG Feuerwehrtag im Mai, der anlässlich des 95 jährigen Bestehens der Wehr in der Gemeindehalle Langenlonsheim stattfand, erhielten Herbert Denk und Hans Rudolf Hermes das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold. An der anliegenden Hauptschule - heute Realschule Plus – führte man eine Großübung vor. Zum ersten Mal fand in Langenlonsheim die Abnahme des Feuerwehrleistungsabzeichens statt, bei der auch eine hiesige Bronze-Gruppe teilnahm. Im Juli erwiesen die Kameraden dem am 12. Juli 1997 plötzlich verstorbenen Bürgermeister der VG Albert Schall die letzte Ehre. Seine Nachfolge als unser Chef trat Wolfgang Zimmer an. Er wurde am 19. November in sein Amt eingeführt. Im gleichen Jahr schloss sich die Jugendfeuerwehr Guldenbachtal, mangels Jugendwart, der unsrigen an.

Eine gemeinsame Schauübung mit dem Roten Kreuz fand 1998 an der Sparkasse statt. Ernst wurde es bei einem Scheunenbrand in Laubenheim, dem Brand in der Eremitage und bei einem Verkehrsunfall. Ein Zug, der vom Flughafen Hahn nach Frankfurt unterwegs war, schleifte am Bahnübergang in der Nähe des Ortsausgangs Windesheim ein Auto einige Meter mit, dessen Insassen schwer verletzt wurden.

Beim Kreisfeuerwehrtag in Bad Sobernheim wurde am Festumzug teilgenommen und noch einmal die Leiterpyramidenübung gezeigt. Ende des Jahres fand das alt gediente Tanklöschfahrzeug (TLF) den Weg von Rümmelsheim wieder zurück nach Langenlonsheim. Die Rümmelsheimer hatten ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) bekommen und die notwendige Anschaffung des neuen TLF für Langenlonsheim konnte so noch etwas aufgeschoben werden. Eingesetzt wurde das Fahrzeug dann bei der Großübung der VG an der Rumpf-Mühle und vielen weiteren Einsätzen zur Wasserversorgung.

Das Jahr 1999 begann mit einem großen Umweltschutzeinsatz am See Hentschel in Ippesheim, wo eine größere Menge Öl in den See gelangt war. Mit dem Rettungsboot wurde eine große Ölsperre errichtet und das Öl abgeschöpft. Frank Brendel trat als Wehrführer zurück und Wolfgang Closheim wurde als sein Nachfolger gewählt. Bei dem Feuerwehrmarsch in Bingen-Kempten erreichte die Gruppe der Feuerwehr Langenlonsheim in einem Teilnehmerfeld von 40 Mitstreitern den 1. Platz. In Bingen fand eine gemeinsame Bootsübung mit der Feuerwehr Bingen und der Rettungshundestaffel des DRK Langenlonsheim statt, bei der die mutigen Vierbeiner erstaunlich ruhig blieben. Der Großbrand eines Wohnhauses und des anliegenden Wirtschaftsgebäudes in Dorsheim konnte erst durch den Einsatz aller Wehren der Verbandsgemeinde und der Feuerwehr Bad Kreuznach gelöscht werden. Bei einer Großübung an der Firma Farben Schulz zeigten die Wehren Langenlonsheim, Laubenheim und Gensingen sowie das DRK Langenlonsheim wie gut die Zusammenarbeit funktioniert. Da am Jahrtausendwechsel die schlimmsten Befürchtungen vom „2000 Crash“ gehegt wurden, mussten die Angehörigen der Wehr den Sylvesterabend in der Feuerwehr verbringen und Bereitschaftsdienst leisten. Zum Glück gab es diese Nacht keinen Einsatz.
Anfang 2000 übernahmen Oliver Ottinger und Sascha Closheim die Leitung der Jugendfeuerwehr. Beide waren seit der Gründung Mitglied in der Jugendfeuerwehr. Im Sommer brannte erneut die Mülldeponie. Das Feuer konnte aber diesmal mit Hilfe der Stromberger Wehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Freuen konnte man sich über einen erneuten 1. Platz beim Feuerwehrmarsch in Bingen-Kempten. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Bretzenheim zeigten die Wehren der Verbandsgemeinde den Ablauf bei einem Gebäudebrand und einem Gefahrgutunfall. Im September fand auf dem Schulhof der Grundschule die Abnahme des Feuerwehrleistungsabzeichens statt, bei der jeweils eine Gruppe aus Langenlonsheim die Prüfungen in den Stufen Bronze und Silber ablegten. Im darauf folgenden Jahr konnten die Gruppen dann Gold und Silber in Waldböckelheim erwerben.

Der einzige Großbrand im Jahr 2001 war der Brand eines Wohngebäudes der Eremitage. Der Förderverein nahm an der Gewerbeschau an der Gemeindehalle teil. Ziel dieser Aktion war es, neue Mitglieder zu werben und die Öffentlichkeit über den Einsatz von Rauchmeldern in privaten Wohngebäuden aufzuklären. Ende des Jahres mussten sich die Langenlonsheim Kameraden ein zweites Mal von ihrem TLF trennen, diesmal aber endgültig. Eine Reihe sicherheitstechnischer Mängel ließ einen weiteren Einsatz nicht mehr zu. So wurde „der Alte“ mit einem stolzen Alter von 39 Jahren „beerdigt“.

Nach mehr als vier Jahren engster Zusammenarbeit trennten sich die Jugendfeuerwehren Langenlonsheim und Guldenbachtal zu Beginn des Jahres 2002. Eine wichtige Änderung gab es auch noch an der Führungsspitze der Verbandsgemeinde. Wehrleiter Hans-Rudolf Hermes wurde mit 60 Jahren in seinen wohl verdienten Ruhestand verabschiedet und nach fast 40 Jahren aktiver Feuerwehrzugehörigkeit zum Ehrenwehrleiter ernannt. Seine Nachfolge trat der ehemalige Langenlonsheimer Wehrführer Frank Brendel an. Um die wachsenden Aufgaben besser aufteilen zu können, wurde neben dem bestehenden Stellvertreter Hans-Willi Ahles noch Wolfgang Closheim zum Stellvertretenden Wehrleiter ernannt. Bei der Schützenwoche im April erzielte die Mannschaft der Feuerwehr, bestehend aus Ralf Wilhelmy, Wolfgang Closheim und Kai Braun, zum zweiten Mal in Folge den 1. Platz.

Zum Schluss dieser Chronik sei noch erwähnt, dass wir uns natürlich nur auf eine Auswahl uns wichtig erscheinender Ereignisse beschränken mussten. Die Aktivitäten der Feuerwehr sind so vielfältig, dass es schwer ist alles zu erfassen. Aufgeführt werden sollte noch, dass die Langenlonsheimer Feuerwehr die Brandschutzerziehung in den Kindergärten und der Grundschule unterstützt und bei der Ferienspaßaktion einen Einblick in die Welt der Helfer und Retter gibt.

Die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Langenlonsheim 1902-2025:

Die Wehrleitung der Amts- und Verbandsgemeindefeuerwehr:

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